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25. Februar 2026

Die Autobahn GmbH darf ihre Beschäftigten nicht ausbremsen


Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde mit der Autobahn GmbH in Berlin machen die Beschäftigten nochmal lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam.

dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing unterstrich am 25. Februar 2026 kurz vor den Verhandlungen in Berlin: „In den letzten Wochen sind Straßen- und Verkehrsbeschäftigte in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, haben protestiert und gestreikt. Die Beschäftigten haben mehr Wertschätzung gefordert und die sollen sie auch bekommen. Jetzt muss die Arbeitgeberin zeigen, dass sie hinter ihren Beschäftigten steht. Die Kolleginnen und Kollegen sorgen dafür, dass der Verkehr in Deutschland läuft. Sie sind die Infrastruktur. Die Autobahn GmbH darf ihre Beschäftigten nicht ausbremsen.“ 

Zum ersten Mal wird die Einkommensrunde der Autobahn GmbH separat vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) verhandelt. Hemsing weiter: „Wir haben über die letzten Wochen klargemacht, dass wir diese zusätzlichen Verhandlungen ernst nehmen. Die letzte Runde ist konstruktiv verlaufen, allerding hat das Angebot der Arbeitgeberin gerade in Sachen lineare Erhöhung und Laufzeit deutlich unsere Forderung verfehlt. Hier erwarten wir am Verhandlungstisch mehr Bewegung.“ Die geforderten 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr, seien berechtigt und umsetzbar, machte Hemsing klar.

Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorsitzender des VDStra., ergänzte: „Wer mehr Infrastruktur will, braucht mehr Personal. Wir begrüßen die Pläne der Bundesregierung, über das Sondervermögen Infrastruktur mehr in die Straßen zu investieren. Aber das gelingt nur, wenn sie die Beschäftigten mitdenkt, die den Ausbau und die Instandhaltung umsetzen müssen.“ Die Autobahn GmbH sei auf die Kolleginnen und Kollegen angewiesen, die zuverlässig und kompetent anpacken. „Denen muss sie Wertschätzung entgegenbringen, die sich bei den Beschäftigten tatsächlich im Geldbeutel bemerkbar macht.“

Hintergrund: Von den Verhandlungen sind rund 15 000 Beschäftigte betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist auf den 25. und 26. Februar 2026 angesetzt.

Forderungen: Neben der Lohnerhöhung müssen auch die Ausbildungsentgelte um 300 Euro steigen. Bei erfolgreichem Abschluss der autobahninternen Ausbildung muss die Übernahme in die Erfahrungsstufe 2 erfolgen. Weiter erwartet der dbb die Einführung einer wertigen betrieblichen Krankenzusatzversicherung und die volle Bezahlung von höherwertigen Tätigkeiten ab dem 1.Tag der Übernahme

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de

Quelle: dbb / 25.2.2026
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