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05. Februar 2026
Hemsing: „Kein Abschluss ohne angemessenes Angebot!“
4.800 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben in Stuttgart für Entgelterhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.
„Die zweite Verhandlungsrunde hat gezeigt, dass die Arbeitgebenden offenbar immer noch nicht verstanden haben, dass es uns mit unseren Forderungen ernst ist. Nach der Demo heute sollte endlich klar sein, dass wir nicht zum Spaß hier sind“, sagte dbb-Vize Andreas Hemsing am 5. Februar 2026 auf einer Kundgebung in Stuttgart. Seine Erwartungshaltung an die dritte Verhandlungsrunde ist klar: „Solange es von Seiten der Arbeitgebenden kein angemessenes Angebot gibt, kann es keinen Abschluss geben! Wir fordern sieben Prozent, mindestens 300 Euro.“
Der dbb und der Beamtenbund und Tarifunion Baden-Württemberg (BBW) hatten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Baden-Württemberg zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen. 4.800 Demonstrierende zogen am Mittag durch die Landeshauptstadt. Der BBW-Landesvorsitzende Kai Rosenberger unterstrich: „Ob Lehrkräfte, Pflegekräfte oder Polizei – die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind die Grundlage für einen handlungsfähigen Staat. Arbeitgebende, die in den Verhandlungen blockieren, blockieren die Funktionsfähigkeit unseres Landes!“
Joachim Weschbach von der bbw jugend erwartet ein klares Bekenntnis zu den Nachwuchskräften: „Den Fachkräftemangel bekommen wir nur in den Griff, wenn wir den öffentlichen Dienst auch für den Nachwuchs attraktiv machen. Auszubildende müssen nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Auch während der Ausbildung müssen sie sich auf die Unterstützung der Arbeitgebenden verlassen können. Deshalb erwarten wir ein kostenloses Deutschland-Ticket oder einen Tankzuschuss in Höhe von 50 Euro.“
Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.
Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de
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