News & Aktuelles

28. August 2026

Schmitt: Beamtinnen und Beamte sind die Stärke des Staates


Die politische Debatte über das Berufsbeamtentum geht oft in die falsche Richtung – aus dem Blick gerät, was wirklich wichtig ist.

„Wer das Berufsbeamtentum stärkt, stärkt die freiheitlich-demokratische Grundordnung“, sagte Heini Schmitt, Fachvorstand Beamtenpolitik und stellvertretender Vorsitzender des dbb, auf dem Sommerfest des dbb Niedersachen am 27. August 2026 in Hannover. Dies sei mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen von großer Bedeutung. „Beamtinnen und Beamte schwören einen Eid auf die Verfassung. Sie sind es, die Entscheidungen der Politik umsetzen. Vor diesem Hintergrund ist es vollkommen unverständlich, dass das Berufsbeamtentum in der politischen Debatte immer wieder als Problem dargestellt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Es bildet als Fundament des Staates die zentrale Stärke, auf die wir bauen sollten!“

Beamtinnen und Beamte halten den Staat am Laufen, unterstrich Schmitt – in den Schulen, beim Zoll, vor Ort in den Kommunen und bei der Polizei. „Wir müssen viel mehr darüber sprechen, wie wir die Kolleginnen und Kollegen in die Lage versetzen, dass sie ihren Dienst bestmöglich im Sinne der Allgemeinheit erledigen können. Dabei sind Arbeitsbedingungen, Digitalisierung und der Personalmangel zentrale Themen. Bundesweit fehlen mehr als 630.000 Beschäftigte.“

Bezahlung ist Ausdruck von Wertschätzung

Im Gespräch mit Daniela Behrens, Innenministerin Niedersachsens, machte Schmitt deutlich: „Es ist nicht hinnehmbar, dass es schon an der Bezahlung hapert und Gerichte die Politik ermahnen müssen, die amtsangemessene Alimentation umzusetzen. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass Tarifabschlüsse zeitgleich und systemkonform auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden und darüber hinaus eine insgesamt verfassungskonforme Alimentation sichergestellt ist.“

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de

Quelle: dbb / 28.8.2026
nach oben